•  VOM LEONHARDTER HOF  •
Schnauzer & Zwergschnauzer in schwarz ...
 

 
 

 
 
 
STANDARD ZWERGSCHNAUZER . . .

STANDARD ZWERGSCHNAUZER . . .


 
Der Anfang war schwer. Der Weg der deutschen Züchter war mit mancherlei Schwierigkeiten gepflastert, als sie an die Schaffung des Zwergschnauzers gingen. Enttäuschungen und Rückschläge blieben nicht aus. Man hatte Kummer mit der Erlangung einer stabilen Größe, die von 28 über 30 und 33 cm Schulterhöhe bis höchstens 35 cm festgesetzt wurde. Man musste viele Fehlschläge in Kauf nehmen, bis man bei dem damals zumeist als "rauhhaarigen Zwergpinscher" bezeichneten Kleinhund das gewünschte feste, harte Haarkleid erreichte. Schließlich und endlich durfte das Zuchtziel auch nicht auf Kosten von Gesundheit, Charakter und Wesen erreicht werden. Das war die Lage um die Jahrhundertwende herum, und erst als derzeit der große, unvergessene Kynologe Josef Berta sich, nach seinem verdienstvollen Einsatz für den größeren Schnauzer-Typ, nun dem Kleinhund zuwandte, schlug für diesen Mini-Hund die Sternstunde. Es war keine leichte Aufgabe, aus den verschiedensten Formen und Typen und dem Wirrwarr der hart-, weich- und seidenartigen Haar-Strukturen einen Kleinhund zu schaffen, der den Qualitäten seines großen Bruders voll entsprach. Erfreulicherweise, blieb der Erfolg nicht aus, und so repräsentiert der deutsche Zwergschnauzer heute edle Rasse im Kleinformat. Ein charmanter Hund, der Stabilität, Gesundheit und Charakterfestigkeit ausstrahlt und bei richtiger Pflege auch einen eleganten Akzent nicht vermissen lässt. Es ist eine Rasse, die einige Superlative auf sich vereint und mit dem Gütezeichen "Made in Germany" ausgezeichnet werden kann.
Im Laufe der Zeit ändert sich so manches. Auch die Rassenbeschreibung des Schnauzers wurde der Zeit angepasst. Deshalb haben wir hier die
 
Rassenbeschreibung im Wandel der Zeitdargestellt
«1902 »
Allgemeiner Eindruck: In seinem äußeren Bild ein kräftiger, sehniger, eher gedrungener, als schlanker Hund von etwa quadratischem Bau, verbindet der Schnauzer in seinem Wesen höchstes Temperament mit bedächtiger Ruhe. Immer bei der Sache, lebhaft und beweglich, aber ohne die nervöse Unruhe und den unbesonnenen Eifer, der anderen temperamentvollen Rassen häufig eigen ist, sehen wir im Schnauzer mehr einen harmlosen, klugen und ruhig überlegenden Hund, der seine Kraft und seine Aufmerksamkeit in panmäßiger Weise und fast ausschließlich auf seine notorischen Widersacher beschränkt, die sich ihm in seinem Beruf als Wächter von Haus und Hof, als treuen Begleiter von Mensch und Gefährt und als geborenem Feind und Vertilger des Hausungeziefers, der Mäuse und Ratten entgegenstellen. Hochentwickelte Sinnesorgane, Klugheit, große Dressurfähigkeit, rastlose Aufmerksamkeit, blitzartige Schnelligkeit, nie wankende Treue, Mut und Ausdauer, zähe, sehnige Kraft, Widerstandsfähigkeit gegen die Unbilden der Jahreszeiten sind seine hervorstechendsten Eigenschaften, die Wesen, Haltung, Augen, Bau, kurz, seine Gesamterscheinung charakterisieren.
 
Kopf
Kräftig und langgestreckt, von den Ohren zu den Augen und wiederum von diesen zur Nasenspitze allmählich schwächer werdend, der Körpergröße entsprechend: seine Gesamtlänge (Nasenspitze bis Hinterhauptbein) soll sich zur Rückenlänge (Widerrist - erster Rückenwirbel - bis Rutenansatz) ungefähr wie eins zu drei verhalten.

OBERKOPF
(Hinterhauptbein bis Stirnabsatz) zwischen den Ohren mäßig breit - seine Breite soll zwei Drittel der Länge nicht überschreiten - mit flacher, faltenloser STIRNE und gut bemuskelten, aber nicht stark ausgeprägten BACKEN.

OHREN
gleichmäßig geschnitten, hoch angesetzt und in der Erregung aufrecht getragen.

AUGEN
mittelgroß, dunkel, eirund und nach vorne gerichtet, von stacheligen Brauen überwölbt.

Der vom Ober- und Unterkiefer gebildete kräftige FANG - SCHNAUZE (Stirnabsatz bis Nasenspitze) - soll sich zum Oberkopf ungefähr wie vier zu fünf verhalten und in einem mäßig abgestumpften Keil, mit harschem Schnurrbart enden.

NASENRÜCKEN
gerade und zur Verlängerungslinie der Stirne fast gleichlaufend,

NASENKUPPE
schwarz und voll.

LIPPEN
fest anliegend und nicht überhängend.

GEBISS
scherenartig von oben dicht übereinandergreifend, mit stark entwickelten Fangzähnen, gesund und rein weiß.

Hals
Nicht zu kurz, jedoch kräftig.

Nacken
Leicht gewölbt.

Vorderhand
SCHULTERN
schräg gestellt und flach aber kräftig bemuskelt.

VORDERLÄUFE
(Ober- und Unterarm) von allen Seiten gesehen senkrecht ohne jede Ausbiegung.

Vorderbrust
Mäßig breit, mit sichtbarem, kräftigen Brustbein und mindestens bis zur Höhe der Ellenbogen hinabreichend (tief), nach rückwärts leicht aufsteigend.

SEITENBRUST
(Rippenkorb) mäßig gewölbt.

Rücken
Stramm und gerade, mit gut entwickeltem kurzem Nieren-(Lenden-)-Abschnitt. Rückenlänge gleich Schulterhöhe (vom Widerrist senkrecht zum Boden): quadratischer Bau.

Bauch
Nach hinten gut aufgezogen

Rute
Hoch angesetzt, aufwärts getragen und auf drei bis vier Glieder geschnitten.

Pfoten
Kurz, rundlich, mit geschlossenen, gewölbten Zehen (Katzenpfote), dunklen Nägeln und harten Sohlen

Hinterhand

KEULEN
schräg gestellt und flach, aber kräftig bemuskelt.

HINTERLÄUFE
(Ober- und Unterschenkel) zunächst senkrecht bis zum Knie; Knie bis Sprunggelenk (Sprungbein - Hacke) mit der Verlängerung der oberen Halslinie (Hinterhauptbein bis Widerrist) ungefähr gleichlaufend; vom Sprunggelenk senkrecht zum Boden.

Haar
Dicht, straff und drahtig, auf dem Rücken - gegen den Strich gesehen - aufstrebend, also weder kurz noch glatt anliegend; an Ohren, Stirn, Läufen und Pfoten kürzer. An der Schnauze einen nicht zu langen, aber charakteristischen Schnurr- und Knebelbart, und über den Augen buschige stachelige Brauen.

Größe
Ungefähr 30 bis 35 cm


Farbe

Alle Pfeffer- und Salzfarbigen oder ähnlich gestichelten gleichmäßigen Mischungen sowie rein schwarz.
 
Fehler
- Plumper oder zu leichter, niedriger oder hochläufiger Bau
- zu schwerer runder Oberkopf
- Stirnfalten
- seitlich abstehende oder schlecht geschnittene Ohren
- helles, waagrecht stehendes Auge (mit hellgelben oder hellgrauen Ringen)
- stark hervortretende Backenknochen
- zu lose Kehlhaut (Wamme)
- vor- oder mit Zwischenraum zurückstehender Unterkiefer
  (Unter- bzw. Vor- oder Überbeißer)
- zu spitzer, zu schmaler Fang
- zu langer, aufgezogener oder eingezogener (Karpfen- oder Senk-)Rücken
- tonnenförmiger Rippenkorb
- abfallende Kruppe
- nach außen gedrehte Ellenbogen (französisch)
- nach innen gedrehte Hacken (kuhhessig)
- zu wenig spitz-gewinkelte also steile Hinterhand (überbaut)
- gespreizte - offene - Zehen
- lange und flache (Hasen-)Pfote
- zu kurzes glattes, zu langes weiches, seidiges, gewelltes, gerolltes,
- alle weißen, gefleckten, getigerten, roten und Semmel-Farben Kleiner weißer
  Brustfleck oder Streifen gilt nur als Schönheitsfehler.

«2007 »
Allgemeines Erscheinungsbild
Mittelgross, kräftig, eher gedrungen als schlank, rauhhaarig.

WICHTIGE PROPORTIONEN
- quadratischer Bau, wobei die Widerristhöhe etwa der Rumpflänge entspricht
- die Gesamtlänge des Kopfes (Nasenspitze bis Hinterhauptbein) entspricht der Hälfte der Rückenlänge (Widerrist bis Rutenansatz)

VERHALTEN/CHARAKTER (WESEN)
Typische Wesenszüge sind sein lebhaftes Temperament, das mit bedächtiger Ruhe gepaart ist. Bezeichnend sind sein gutartiger Charakter, seine Spiellust und die sprichwörtliche Anhänglichkeit an seinen Herrn. Er ist lieb zu Kindern, unbestechlich, wachsam und dennoch kein Kläffer. Hoch entwickelte Sinnesorgane, Klugheit, Ausbildungsfähigkeit, Unerschrockenheit, Ausdauer und Widerstandsfähigkeit gegen Witterung und Krankheiten geben dem Schnauzer alle Voraussetzungen für einen hervorragenden Familien-, Wach- und Begleithund, der auch Gebrauchshundeeigenschaften entspricht.
 
Kopf
OBERKOPF
SCHÄDEL:
kräftig und langgestreckt, ohne stark hervortretendes Hinterhauptbein. Der Kopf soll zur Wucht des Körpers passen. Die Stirn ist flach und verläuft faltenlos und parallel zum Nasenrücken.

STOP:
Erscheint durch die Brauen deutlich ausgeprägt.

GESICHTSSCHÄDEL

NASENSCHWAMM:
Die Nasenkuppe ist gut ausgebildet, mit großen Öffnungen und ist stets schwarz.

FANG:
Er endet in einem stumpfen Keil. Der Nasenrücken ist gerade.

LEFZEN:
Schwarz, fest und glatt an den Kiefern anliegend, Lefzenwinkel geschlossen.

KIEFER/ZÄHNE:
Kräftiger Ober- und Unterkiefer. Das vollständige Scherengebiss
(42 Zähne gemäß der Zahnformel) ist kräftig entwickelt, gut schließend und rein weiß. Die Kaumuskulatur ist kräftig entwickelt, doch darf keine stark ausgebildete Backenbildung die rechteckige Kopfform (mit Bart) stören.

AUGEN:
mittelgroß, oval, nach vorne gerichtet, dunkel, mit lebhaftem Ausdruck; Lider gut anliegend.

OHREN:
Klappohren, hoch angesetzt, V-förmig, die Oberinnenkante an den Wangen anliegend und gleichmäßig getragen, nach vorn i n Richtung Schläfe gedreht, wobei die parallele Faltung den Oberkopf nicht überragen soll.

Hals
Der Hals geht harmonisch in den Widerrist über. Kräftig aufgesetzt, schlank, edel geschwungen und zur Wucht des Hundes passend. Die Kehlhaut liegt straff und faltenlos an.

Nacken
Der stark muskulöse Nacken ist erhaben gewölbt.

Vorderhand

ALLGEMEINES:
Die Vorderläufe sind, von vorn gesehen, stämmig, gerade und nicht eng gestellt. Die Unterarme stehen, seitlich gesehen, gerade.

SCHULTERN:
Das Schulterblatt liegt fest dem Brustkorb an, ist beiderseits der Schulterblattgräte gut bemuskelt und überragt oben die Dornfortsätze der Brustwirbel. Möglichst schräg und gut zurückgelagert, beträgt der Winkel zur Waagerechten ca. 50°.

OBERARM:
Gut am Rumpf anliegend, kräftig und muskulös, Winkel zum Schulterblatt etwa 95° bis 105°.

ELLENBOGEN:
Gut anliegend, weder aus- noch einwärts drehend

UNTERARM:
Von allen Seiten gesehen völlig gerade, kräftig entwickelt und gut bemuskelt.

VORDERFUßWURZELGELENK:
Kräftig, stabil, sich nur unwesentlich von der Struktur des Unterarms abhebend.

VORDERMITTELFUß:
Von vorn gesehen senkrecht, von der Seite betrachtet leicht schräg zum Boden sehend, kräftig und leicht federnd.

Brust
Mäßig breit, im Querschnitt oval, bis zu den Ellenbogen reichend. Die Vorderbrust ist durch die Brustbeinspitze markant ausgebildet.

Rücken
Kräftig, kurz und stramm.

Untere Profillinie und Bauch
Flanken nicht übermässig aufgezogen, mit der Unterseite des Brustkorbes eine schön geschwungene Linie bildend.

Rute
Naturbelassen; Zuchtziel ist die Säbel- oder Sichelrute

Körper
OBERE PROFILLINIE:
Vom Widerrist ausgehend, nach hinten leicht abfallend

WIDERRIST:
Er bildet die höchste Stelle der Oberlinie

LENDEN:
Kurz, kräftig und tief. Der Abstand vom letzten Rippenbogen bis zur Hüfte ist kurz, damit der Hund kompakt wirkt.

KRUPPE:
In leichter Rundung verlaufend, unmerklich in den Rutenansatz übergehend

Vorderpfoten
Kurz und rund, Zehen eng aneinander liegend und gewölbt (Katzenpfoten), mit kurzen dunklen Nägeln und derben Ballen

Hinterhand
ALLGEMEINES:
Von der Seite gesehen schräg gestellt, von hinten gesehen parallel verlaufend, nicht eng gestellt.

OBERSCHENKEL:
Mässig lang, breit und kräftig bemuskelt.

KNIE:
Weder ein- noch auswärts gedreht.

UNTERSCHENKEL:
Lang und kräftig, sehnig, in ein kraftvolles Sprunggelenk übergehend

SPRUNGGELENK:
Ausgeprägt gewinkelt, kräftig, stabil, weder nach innen noch nach aussen gerichtet.

HINTERMITTELFUSS:
Kurz und senkrecht zum Boden stehend.

HINTERPFOTEN:
Zehen kurz, gewölbt und eng aneinanderlieged, Nägel kurz und schwarz

Gangwerk
Elastisch, elegant, wendig, frei und raumgreifend. Die Vorderläufe schwingen möglichst weit vor, die Hinterhand gibt - weit ausgreifend und federnd - die erforderliche Schubkraft. Der Vorderlauf der einen und der Hinterlauf der anderen Seite werden zugleich nach vorne geführt. Rücken, Bänder und Gelenke sind fest.

Haut
Am ganzen Körper eng anliegend.

Haar
Das Haar soll drahtig hart und dicht sein. Es besteht aus einer dichten Unterwolle und dem keineswegs zu kurzen, harten, dem Körper gut anliegenden Deckhaar. Das Deckhaar ist rauh, lang genug, um seine Textur überprüfen zu können, weder struppig noch gewellt. Das Haar an den Läufen neigt dazu, nicht ganz so hart zu sein. An der Stirn und den Ohren ist es kurz. Als typisches Kennzeichen bildet es am Fang den nicht zu weichen Bart und die buschigen Brauen, die die Augen leicht überschatten.

Größe und Gewicht
WIDERRISTHÖHE: Rüden und Hündinnen: 30 bis 35 cm
GEWICHT: Rüden und Hündinnen: 4 bis 8 kg

Farbe
- rein schwarz mit schwarzer Unterwolle
- Pfeffersalz
- Schwarzsilber
- Rein weiß mit weißer Unterwolle

Fehler
Jeder Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte und dessen Einfluss auf die Gesundheit und das Wohlbefinden des Hundes zu beachten ist...

Insbesondere
- insgesamt zu kleiner oder zu kurzer Kopf
- schwerer oder runder Oberkopf
- Stirnfalten
- kurzer, spitzer oder schmaler Fang
- Zangengebiss
- stark hervortretende Backen oder
- helle, zu große oder runde Augen
- tief angesetzte oder zu lange, unterschiedlich getragene Ohren
- lose Kehlhaut
- Wamme, schmaler Halsrücken
- zu langer, aufgezogener oder weicher Rücken
- Karpfenrücken
- abfallende Kruppe
- zum Kopf hin geneigter Rutenansatz
- lange Pfoten
- Passgang
- zu kurzes, zu langes, weiches, gewelltes, zottiges, seidiges, weißes oder
  fleckiges Haar oder sonstige Farbbeimischungen
- braune Unterwolle
- bei Pfeffersalzfarbigen: Aalstrich oder schwarzer Sattel
- Über- oder Untergrösse bis 1 cm

Schwere Fehler
- plumper oder leichter, niedriger oder hochläufiger Bau
- umgekehrtes Geschlechtsgepräge (z. B. rüdenhafte Hündin)
- nach außen gedrehte Ellenbogen
- steile oder fassbeinige Hinterhand
- nach innen gedrehte Sprunggelenke
- Über- oder Untergrösse von mehr als 1 cm und weniger als 3 cm

Ausschließende Fehler
- scheues, aggressives, bösartiges, übertrieben misstrauisches, nervöses Verhalten
- Missbildungen jeglicher Art
- mangelhafter Typ
- Gebissfehler wie Vorbiss, Rückbiss, Kreuzbiss
- grobe Fehler in den einzelnen Regionen wie Gebäudefehler, Haar- und Farbfehler
- Über- oder Untergrösse von mehr als 3 cm
- Hunde, die deutlich physische Abnormalitäten oder Verhaltensstörungen
  aufweisen, müssen disqualifiziert werden.
- Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die
  sich vollständig im Hodensack befinden.

 


 
T O P
 
   
   
  
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